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PHILIPS KÖNIG WOLLENSAK AGFA Einstelllehre Gauge Drehmoment Bandlauf Test Azimut SÜLTZ BÜCHER 32

  • von: Uwe H. Sültz
  • hochgeladen: 14.08.2017
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PHILIPS KÖNIG WOLLENSAK AGFA Einstelllehre Gauge Drehmoment Bandlauf Test Azimut SÜLTZ BÜCHER                                    32
Beschreibung:

Die Schallplatte ist schon lange wieder auf dem Markt. Es ist eben doch ein Lebensgefühl Musik zu hören. Auch wenn es aufwändiger ist... Schallplatte herausholen... Nadel säubern... Antiskating kontrollieren... Tonarm auflegen! Im Gegensatz dazu: Musik aus dem Internet "ziehen"!

Vor Jahren prognostizierte ich, dass wird auch mit der Compact Cassette so werden, nicht ganz so stark, aber das Tape lebt! Wer auf Verkaufsplattformen einen Blick wirft, der sieht, Marken-Cassetten und Recorder steigen. Bei Recordern sieht man Geräte mit einem Frequenzgang von 20 bis 20000 Hz mit Höchstpreisen. Gut gepflegte NAKAMICHI 1000 Tri Traker kosten das Doppelte von vor 44 Jahren!!! DIE COMPACT CASSETTE, ERFUNDEN VOM TEAM LOU OTTENS, LEBT!

Die ersten Mess- und Einstell-Cassetten bei PHILIPS waren Prototypen. Die erste für den Werkstattservice hatte einen 5 kHz-Testton für die Tonkopfeinstellung, Best-Nr.: 4822 218 00199. Sie wurde aber zügig durch die 8 kHz-Cassette abgelöst. Eine sehr seltene Cassette war auch die Tonkopf-Eintauchtiefen-Cassette. Für eine perfekte Einstellung nahmen Service-Firmen Einstelllehren. Für eine schnelle Überprüfung gab es die Hilfscassette für EL 3300/01/02- Geräte. Da die Eintauchtiefe genormt ist, lässt sich diese Cassette auch für alle anderen Recorder verwenden. Die Eintauchtiefe ist korrekt eingestellt, wenn im Fenster der blaue Balken verschwindet und nur noch der rote Balken sichtbar ist.

 

Was hat es mit der Eintauchtiefe für sich? Der Tonkopf benötigt guten Kontakt zum Band. In jeder Cassette befindet sich eine Andruckfeder mit Filz. Nicht alle Drücke sind gleich. So wurde die Eintauchtiefe gemittelt. Bestmöglicher Klang bei geringster Abnutzung.

 

Tonkopfeinstellung

Bei der Herstellung im Werk werden die Köpfe, die Andruckrolle und die Capstanwelle, auch Tonwelle genannt, mit einer Einstelllehre eingestellt, bzw. kontrolliert. Der Löschkopf und der Tonkopf haben Führungen, sind die nicht perfekt justiert, gibt es Falten im Band, das Band wird nicht richtig gelöscht oder die Aufnahme klingt dumpf. Eine nicht korrekt eingebaute Gummirolle sorgt für Bandsalat.

Der Einstellblock simuliert das Band. Ganz locker kann er zwischen den Führungsstegen des Löschkopfes bewegt werden.

Jede Compact Cassette besitzt einen Andruckfilz. Beim Druck auf START taucht der Tonkopf in die Cassette hinein. Das Band läuft nun zwischen dem Andruckfilz, der auf einer Feder angebracht ist, und dem Tonkopf. Die Eintauchtiefe wird ebenfalls mit dem Einstellblock kontrolliert. Dazu sind Marken auf der Einstellplatte eingraviert (hier leicht als 2 Striche wahrzunehmen).

Auch die Führungsstege des Tonkopfes weden kontrolliert.

Die Welle steht senkrecht zur Grundplatte. Der Block liegt genau an.

Die Andruckrolle zeigt auch kein Spiel.

Der Cassetten Recorder ist nun grob eingestellt und würde schon eine Cassette ohne Schaden abspielen.

 

Es folgt die genaue Geschwindigkeitseinstellung.

Zum Schluss die Einstellung der richtigen Lage des Tonkopfes. Mit einer tieferen Frequenz wird nochmals grob justiert, mit der höheren Frequenz erfolgt die Feinjustierung. Es wird auf max. Spannung eingestellt oder bei hochwertigen Geräten mit Hilfe des Oszilloscope. Wer ein ganz feines Gehör hat, der schafft das auch mit einem Kopfhörer.

1963 wurde der erste Compact Cassetten Recorder PHILIPS EL 3300 auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Danach begann der Verkauf von Recordern und Cassetten vom Typ EL 1903-01. Die Tonköpfe wurden mit Hilfe einer Einstelllehre eingestellt. Da es sich um MONO-Köpfe handelte und wir von einem Frquenzbereich von 100 bis 7000 Hz sprechen, reichte diese eigentliche Grobeinstellung. Fein-Justiercassetten werden oder wurden auf Vollspur-Spezial-Bandmaschinen hergestellt. Gute Ware war für etwa 150 Euro erhältlich. Diese sind mit einem Sinuston von mindestens 10000 Hz ausgerüstet. Wie war das 1965? Da gab es auch schon abgenutzte Tonköpfe. Denn, das Bandmaterial war Ferro und sehr rauh. 1000 Stunden Spielzeit wurde noch zu meiner Lehrzeit geschätzt, dann wäre ein STEREO-Kopf abgeschliffen. Der MONO-Kopf hielt länger, besser gesagt, man merkte den Höhenverlust bei nur 7000 Hz nicht. Die ersten Testcassetten wurden in Handarbeit hergestellt. Auf einem mechanisch perfekt eingestellten Recorder wurde eine Frequenz von 5000 Hz aufgespielt. Und tatsächlich, diese Cassetten funktionieren heute noch. Dann kam die Frage: Wo verknittert das Band, an welcher Stelle? Also sägten die Techniker ein Guck-Fenster in die Compact Cassette. Mit einem Handspiegel, auch Zahnarztspiegel, konnte der Bandlauf nun kontrolliert werden. Die frühesten Cassetten, die ich hier vorstellen kann, sind EL 1903-11 Cassetten, also die zweite Generation von Compact Cassetten.

Danke für Ihr Interesse. Die Compact Cassette lebt! Uwe H. Sültz, Compact Cassetten Bücher.

Testcassetten sind ein wichtiges Hilfsmittel bei der Reparatur von Videorecordern und Compact-Cassetten-Recordern. Am Anfang der Compact-Cassetten-Zeit wurden Testcassetten von Hand und auf Probe hergestellt. Bevor es das PHILIPS Cassetten-Drehmoment-Messgerät, Bestell-Nr. 4822 395 30054, gab, gab es eine nicht veröffentlichte "Vor/Rücklaufriemen und Spulenteller Testcassette".   

Mit der Drehmoment-Messcassette oder dem Drehmoment-Handmessgerät wird der Bandzug gemessen. Der richtige Wert liegt zwischen 30 und 50 gcm. Ein anderer Wert deutete auf rutschende Antriebsriemen, eine schlechte Lagerung der Tonwelle, eine abgenutzte Rutschkupplung oder eine rutschende Andruckrolle hin.

Fallengelassen wurde die Testcassette für den Vor/Rücklaufriemen und die Spulenteller. Ein 5000 Hz-Ton zur Spalteinstellung war auch noch vorhanden.

Eine weitere Testcassette wurde ebenfalls abgelöst. Die Kopfspaltcassette mit dem 5000 Hz-Ton, Bestell-Nr. 4822 218 00199, wurde von der 6300 Hz-Cassette , Bestell-Nr. 4822 397 30005, ersetzt. Danach kam die Testcassette 812/MCT mit einem 8000 Hz und 50 Hz-Ton. Die 50 Hz dienten auch zur Bandgeschwindigkeitseinstellung. 

Die ersten Bandlauf-Cassetten waren Handarbeitsmodelle. Es wurden Compact Cassetten PHILIPS EL 1903/11 umgebaut. Ohne eine Kontrolle des richtigen Bandlaufs würde das Bandmaterial zerknickt werden, aus der Spur laufen und Bandsalat verursachen.

Auf dem Bild sehen Sie die 3 Generationen der PHILIPS Spiegel-Cassette. Links die Handarbeit, rechts aus dem Service-Heft die Spiegel-Cassette aus Kunststoff und unten die hochpräzise Metallguss-Cassette:

 

Auch andere Hersteller hatten Bandlauf-Spiegel-Cassetten im Angebot:

 

Hier die PHILIPS-Familie:

Bei der Herstellung im Werk werden die Köpfe, die Andruckrolle und die Capstanwelle, auch Tonwelle genannt, mit einer Einstelllehre eingestellt, bzw. kontrolliert. Der Löschkopf und der Tonkopf haben Führungen, sind die nicht perfekt justiert, gibt es Falten im Band, das Band wird nicht richtig gelöscht oder die Aufnahme klingt dumpf. Eine nicht korrekt eingebaute Gummirolle sorgt für Bandsalat.

Der Einstellblock simuliert das Band. Ganz locker kann er zwischen den Führungsstegen des Löschkopfes bewegt werden.

Jede Compact Cassette besitzt einen Andruckfilz. Beim Druck auf START taucht der Tonkopf in die Cassette hinein. Das Band läuft nun zwischen dem Andruckfilz, der auf einer Feder angebracht ist, und dem Tonkopf. Die Eintauchtiefe wird ebenfalls mit dem Einstellblock kontrolliert. Dazu sind Marken auf der Einstellplatte eingraviert (hier leicht als 2 Striche wahrzunehmen).

Auch die Führungsstege des Tonkopfes weden kontrolliert.

Die Welle steht senkrecht zur Grundplatte. Der Block liegt genau an.

Die Andruckrolle zeigt auch kein Spiel.

Der Cassetten Recorder ist nun grob eingestellt und würde schon eine Cassette ohne Schaden abspielen.

 

Es folgt die genaue Geschwindigkeitseinstellung.

Zum Schluss die Einstellung der richtigen Lage des Tonkopfes. Mit einer tieferen Frequenz wird nochmals grob justiert, mit der höheren Frequenz erfolgt die Feinjustierung. Es wird auf max. Spannung eingestellt oder bei hochwertigen Geräten mit Hilfe des Oszilloscope. Wer ein ganz feines Gehör hat, der schafft das auch mit einem Kopfhörer.

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